Von Raunächten und Sperrnächten

 

Wir befinden uns mitten in den Raunächten. Ich begehe sie bewusst seit drei Jahren. Dieses Jahr hatte ich den Impuls, sie anders zu begehen. Denn so wie alles im Leben, unterliegen die Raunächte keinem starren Leitfaden. Die Raunächte sind so individuell wie wir es sind und sind immer bereit für den Tanz des Lebens.

 

Deswegen möchte ich Dir heute vorstellen, wie ich sie begehe und Dich einladen, zu übernehmen, was sich für Dich stimmig anfühlt, und das hinzuzufügen, was für Dich noch mit dazugehört.

 

Ich merkte im Laufe der letzten Jahre, dass mich die Aufzeichnungen von den Raunächten in der alten Form nicht so unterstützt haben, wie es für mich optimal ist. Deswegen habe ich einiges weggelassen, anderes hinzugefügt.

 

(Übrigens, wie ich früher die Raunächte begangen habe, kannst Du hier nachlesen.)

 

Auch dieses Jahr habe ich wieder ein kleines Büchlein, in dem ich meine Aufzeichnungen festhalte. Aber diesmal ist der Fokus „ganzheitlicher“.

 

Auch dieses Jahr begann ich in der Nacht der Wintersonnenwende damit, mir die Karten für 2019 zu legen. Allerdings ziehe ich dieses Jahr im Zuge meiner Raunachtsrituale keine weiteren Karten mehr.

 

– Ich fühle für mich in die Qualität des Tages hinein und empfange so das Wort für den korrespondierenden Monat. Das schreibe ich in mein Büchlein. Schau mal, was sich für Dich für ein Wort zeigt. Oder ist es für Dich vielleicht eine Pflanze, ein Tier oder eine Farbe?

– Dazu notiere ich auch stichpunktartig, was sich an dem Tag im Innen und im Außen zeigt.

– Zuletzt notiere ich dann noch das Wunder, das sich an diesem Tag ereignet hat. Ich habe nämlich in den letzten Tagen bemerkt, dass sich bislang an jedem Tag für mich ein kleines oder auch großes Wunder ereignet hat.

 

Ich lasse genügend Platz in meinem kleinen Büchlein, um im Laufe des Jahres zu den Raunächten die erinnerungswürdigen Ereignisse des entsprechenden Monats festzuhalten. So werde ich zum Beispiel zu der 1. Raunacht (24./25. Dezember) notieren, was der Januar so mit sich bringt.

 

Diese Aufzeichnungen werden mir dann u. a. in den Sperrnächten helfen.

Von den Sperrnächten las ich dieses Jahr zum ersten Mal. Das „Konzept“ spricht mich sehr an:

So wie die Raunächte 13 Tage nach der Wintersonnenwende umfassen und stellvertretend für je einen Monat im kommenden Jahr stehen, so umfassen die Sperrnächte 13 Tage vor der Wintersonnenwende.

Sie beginnen in der Nacht vom 8. auf den 9. Dezember und enden in der Nacht vom 19. auf den 20. Dezember.

 

Was sind die Sperrnächte?

In alten Tagen wurde die Sperrzeit genutzt, um das Haus, bzw, den Hof winterfest zu machen und alles weg- und zuzusperren, was im Winter nicht mehr benutzt wurde. Dabei war es ganz egal, ob es Werkzeug war, das über den Winter hinweg ruhen musste, oder Räume, die im Winter nicht beheizt wurden.

 

So kann man auch heute noch die Sperrnächte im energetischen Sinne nutzen. Nicht, um Dinge energetisch wegzusperren, denn dann sind sie im Frühjahr trotzdem noch da, sondern, um sich nochmal anzuschauen, welcher Aspekt meines Lebens denn noch „versorgt“ werden muss. Welche Ereignisse des Jahres sind in mir noch nicht in Frieden?

Und so lässt man dann am 8./9. Dezember den Januar Revue passieren, in der Nacht vom 9. auf den 10 Dezember den Februar bis hin zur Nacht vom 19. auf den 20. Dezember, in der man sich den Dezember nochmal „vornimmt“.

 

Es ist immer gut, Ereignisse mit etwas Abstand noch einmal auf den Prüfstand zu holen. Vor allem, da wir ja ständigem innerem Wandel unterzogen sind, bzw. uns selber diesem Wandel unterziehen. Deswegen ist es gut, noch einmal nachzuspüren, ob es mittlerweile Stolpersteine gibt, die es vorher noch nicht gab und sich zu fragen: „Bin ich wirklich in Frieden?“

 

Dabei werden mir dann die Aufzeichnungen helfen, die ich im Laufe des Jahres in mein Rau- und Sperrnachtsbüchlein machen werde.

 

Da ich letztes Jahr noch keine Aufzeichnungen gemacht hatte, nahm ich mir heute die Worte vor, die mir letztes Jahr kamen. Ich habe mir bewusst gemacht, in wie weit sie mich 2018 begleitet haben und welchen Einfluss sie auf mich hatten. Es half mir, mich nochmal Klarer auf 2019 auszurichten.

 

Ich lade Dich dazu ein, selber für Dich in das vergangene Jahr hineinzuspüren und das aufzulösen und zurückzulassen, dem Du 2019 keinen weiteren Raum mehr geben möchtest.

 

Falls Du dabei Hilfe benötigst, so kannst Du entweder zur Raunachtsaufstellung in Duisburg kommen, oder auch diese Woche noch einen Einzeltermin bei mir buchen.

 

Mögest Du Dein Leben bewusst leben, das wünsche ich Dir.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.