Der Tod und Du, Teil 1

Ich will Gesang, will Spiel und Tanz, will dass man sich wie toll vergnügt. Ich will Gesang, will Spiel und Tanz, wenn man mich unter’n Rasen pflügt.
Klaus Hoffmann

Das Thema „Tod“ ruft noch in vielen Menschen viele unangenehme Gefühle hoch. Meist aber nicht lang, denn diese werden oft verdrängt und der Tod wird totgeschwiegen.

Aber nur im Außen. Oft unbewusst ist er und auch die Gefühle, die wir ihm gegenüber hegen, sehr präsent. Der Tod und die Frage, ob wir mit ihm in Frieden sind, spielt eine wichtige Rolle in unserem Leben. Deswegen widme ich diesem Thema eine ganze Artikelreihe.

Die Energie hinter der Sprache

Schauen wir uns doch zuerst einmal an, was energetisch hinter einigen der Redewendungen mitschwingt, die die deutsche Sprache rund um das Thema Tod kennt:

den Tod finden
Energetisch schwingt hier das Glaubensmuster mit: „Pass auf, tue das nicht, sonst findest Du noch den Tod!“. Das heißt, der Tod wird als Mittel der Begrenzung eingesetzt.

sich den Tod holen
Auch, wenn es eine sehr aktive Redewendung ist (man ist aktiv, wenn man etwas holt), so schwingt energetisch doch etwas Passives mit. „Er wollte nur spazieren gehen, doch er hat sich den Tod geholt“. Hier schwingt das Gefühl des Opfertums mit.

Der Tod lauert hinter jeder Ecke
Na, dass bei dem Satz kein Frieden aufkommt, ist relativ offensichtlich. 🙂 Energetisch gesehen schwingt da ganz viel der „schattigen“ Energie des Mittelalters mit.

auf Leben und Tod
Wenn ich mich in diese Worte einfühle, so sehe ich eine Waagschale: Auf der einen Seite das Leben, das Gute, auf der anderen Seite der Tod, das Schlechte. Das heißt, eine Eindeutige Bewertung des Todes als schlecht.

mit dem Tod ringen
Hier fühle ich ganz viel Kampf, Kontrollversuch und auch wieder diese Waagschale: auf der einen Seite der Sterbende, der lieber leben wollte, auf der anderen Seite der „böse“ Tod, der versucht, ihn „auf die andere Seite“ zu ziehen. Auch hier wird der Tod als schlecht hingestellt.

dem Tod geweiht sein
Hier ist wieder die Energie des Mittelalters zu spüren. Und gleichzeitig auch noch ein Seitenhieb gegen die Kirche, denn der Akt des Weihens war prinzipiell der Kirche vorbehalten. Wenn ich noch tiefer reinfühle, schwingen auch viele Morde mit, die Vertreter der Kirche angeordnet haben.

weder Tod noch Teufel fürchten
Hier geht es nicht um die Energie hinter diesen Worten, sondern darum, dass der Tod mit dem Teufel auf eine Stufe gestellt wird, was ja schon genug aussagt.

bis dass der Tod uns scheidet
Hier schwingt so einiges mit. Zu 75% sind es keine friedlichen Energien.

Das waren jetzt nur die Redewendungen. Die grafische Darstellung des Todes ist meist nicht weniger friedlos.

Energetisch betrachtet schwingen all diese Energien also noch mit, wenn dem Wort „Tod“ Aufmerksamkeit geschenkt wird. Dazu kommen dann die eigenen Erfahrungen mit dem Tod, der meist nur dann in den Fokus kommt, wenn jemand aus unserem Bekannten-, Freundes- oder Familienkreis stirbt, oder man selber gesagt bekommt, dass man sterben muss, oder sich überlegt, freiwillig aus dem Leben zu scheiden.

Kein Wunder, dass bei vielen Menschen der Tod eher ein Tabuthema ist.

Dabei ist der Tod neutral. Unsere Wertungen geben ihm den Wert, der er für uns hat.

Impuls:

Welche Wertungen sind in Deinem System, wenn Du an den Tod denkst? Liste sie auf, ohne sie zu werten. Spiele mit ihnen. Fühle nach, welche davon Deine Wertungen sind und welche Du übernommen hast. Gib die übernommenen Wertungen in Gedanken zurück an den Ursprung. Gehe nach drei Tagen Deine Liste erneut durch und fühle nach, welche Wertungen Du streichen konntest, welche vielleicht dazu kamen.

Im zweitenTeil der Serie geht es um andere Blickwinkel auf den Tod.

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