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Podcast: In 7 Schritten durch die Angst

In dieser Folge lernst Du die sieben Schritte durch die Angst kennen und was Du tun kannst, um gestärkt auf der anderen Seite anzukommen.

Hi, ich grüße Dich und heiße Dich zur heutigen Folge des Podcasts willkommen. Heute geht es darum, warum es gut ist, Dich Deiner Angst zu stellen und was dabei helfen kann.

Bevor ich mit der Aufnahme des heutigen Podcasts angefangen habe, habe ich mir überlegt, was mir denn dabei geholfen hat, bzw. immer wieder hilft, mich meiner Angst zu stellen. Ich habe festgestellt, dass das, was mir am meisten hilft, zwei Sachen sind.

Zum einen ist es die aus meinen Erfahrungen gewonnene Erkenntnis, dass wann immer auch ich es getan habe, ich mich anschließend stärker gefühlt habe. Nicht nur gefühlt habe, ich war stärker. Ich bin mir wieder ein Stück näher gekommen. Weil die Angst mich von mir entfernt hielt.

Das ist aber nicht immer präsent, wenn ich in meiner Angst stecke. Das, was mich persönlich wirklich weiterzieht, ist mein Ziel, meine Vision für mich selber von mir selber. Ich möchte bei mir ankommen. Ich möchte frei sein und glücklich sein. Und wenn ich den Ängsten hingebe, bin ich nicht frei. Ich möchte wirklich authentisch ich sein, Das ist mein höchstes Ziel. Und das kann ich nicht erreichen, wenn ich mich der Angst hingeben.

Es gibt sieben Schritte, wie Du durch die Angst durch- und wieder auf der anderen Seite ankommst oder kommen kannst.

Die Vorarbeit ist total wichtig:

Überlege Dir, mit welchem Filter Du Deine Welt betrachtest.

Was ich damit meine: Wir setzen immer Filter auf, wenn wir unsere Situation anschauen. Die Filter bestehen aus Erfahrungen, Erwartungen und unseren Glaubenssätzen, mit denen wir dann unser Leben bewerten. Diese Filter nennen sich das Retikuläre Aktivierungssystem und sie befinden sich im Gehirn. Frage Dich, mit welchem Filter Du gerade die Situation betrachtest. Ist es ein Filter, das Dir jetzt aus dieser Angst heraushilft, oder verstärkt er die Angst, bekräftigt er sie? Der Filter, der Dir dabei hilft, rauszukommen und den Du aktiviert haben solltest, mindestens den, ist dass Du zumindest für die Möglichkeit offen bist, dass was immer auch gerade in Deinem Leben passiert, für Dich passiert. Dass, wovor auch immer Du gerade Angst hast, dass diese Situation da ist für Dich. Aus irgendeinem Grund. Öffne Dich einfach für die Möglichkeit, dass das so ist. Wenn Du aber einen Filter drauf hast, der Deine Angst verstärkt, brauchst Du die andren sechs Schritte gar nicht anhören. Dann ist nämlich alles total für die Füße. Stelle also sicher, dass Du einen Filter aktivierst, der Dir hilft, da rauszukommen. Und das ist einfach eine mentale Sache. Mach Dir Deinen Filter bewusst und entscheide Dich bewusst für einen Filter, der Dir hilft, Dich für die Möglichkeit zu öffnen, dass was auch immer gerade geschieht, für Dich geschieht. Das ist der erste Schritt.

Der zweite Schritt ist zu schaue, wovor Du Angst hast

Mach Dir bewusst wovor Du Angst hast.

Der dritte Schritt ist die Mögliche Lösung.

Was ist die mögliche Lösung?

Schau mal, ob sich Dir direkt eine zeigt und ob Du sie umsetzen möchtest. Wenn nicht, ist es gut und sehr hilfreich, Deine innere Stimme zu befragen, Deine Seele, Deine Intuition. Du kannst logischerweise auch Freunde befragen. Das tue ich auch gerne und häufig. Aber auch Deine Freunde oder auch Experten, oder wer auch immer, sie alle schauen durch ihr eigenes Filtersystem. Und die Filter ihrer eigenen Erwartungen, Erfahrungen und Glaubenssätze. Die einzige, die Dir hilft, und die 100 %ig für Dich da ist, ist Deine innere Stimme, Deine Seele. Den Kontakt zu ihr aufzunehmen, zu stärken, immer wieder zu füttern, ist eine Deiner wichtigsten Aufgaben. Das ist nämlich das, was Dir das Leben erleichtert. Dazu gibt es verschiedene Wege. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel das Schreiben. Schreibe Dir auf, was Du gerade denkst. Sei offen für Deine Gedanken. Die innere Stimme meldet sich u. a. bei Dir in Deinen Gedanken. Es kann auch sein, dass sie sich in Form eines Liedtextes, Werbung oder was auch immer zeigt. Aber wen Du gerade wirklich in diesem Prozess bist, dass Du Dich auf Dich konzentrierst und alles andere vielleicht ausgeschaltet und weggelegt hast, nimm Kontakt zu Deiner inneren Stimme auf. Höre auf Deine Gedanken. Was dabei hilft, ist wie gesagt das Schreiben oder auch das Klopfen. Wie das Klopfen funktioniert, kannst Du in dieser Folge nachhören. Das ist der dritte Schritt.

Durch das, was die innere Stimme Dir sagt, ist es sehr gut möglich, dass der vierte Schritt dran ist:

Die nächste Angst wird angetriggert.

Und darum geht es meistens auch: Die Angst, die Du zuerst wahrgenommen hast, ist meistens das Hilfsmittel, um zu dieser tieferliegenden Angst zu kommen: Die „äußere Angst“ dient dazu, zur inneren Angst zu kommen.

Der fünfte Schritt ist ein sehr wichtiger und ich weiß, dass Du es kannst:

Hab den Mut, Deiner inneren Stimme zu folgen.

Was auch immer Deine innere Stimme Dir für einen Ratschlag gegeben hat, tue es! Wenn Du das Wissen hast, dass es gut für Dich ist: tue es!

Der sechste Schritt ist so ähnlich wie in der Homöopathie die Erstverschlimmerung:

Du wirst Dich wirklich nicht gut fühlen.

Ganz egal ob Du ein Gespräch mit jemanden führen sollst, um eine Situation zu klären und dann wirklich zu dem- oder derjenigen hinzugehen und auszusprechen, was in Dir drin ist. Ist nicht einfach, fühlt sich erst schlecht an. Oder was auch immer es ist, was gerade Deine Situation ausmacht.

Punkt sieben ist aber das, was es alles wieder wert macht.

Denn im letzten Schritt hast Du einen Blickwinkelwechsel.

Du erkennst, dass das, was gerade passiert ist, Dich gestärkt hat. Du hast einen anderen Blickwinkel auf Dich und bist wieder näher bei Dir. Und das ist das, wozu Ängste da sind: um Dich wieder näher zu Dir hinzubringen.

Dazu möchte ich Dir ein kurzes Beispiel geben, wie es bei mir letzte Woche Donnerstag gezeigt hat.

Schritt 1, Vorarbeit
Mein Filter, für alles, was mir im Leben passiert, ist sehr tief in mir drin: Ich weiß, dass alles für mich geschieht. Alles geschieht, so dass ich mein Ziel erreiche, authentischer ich selber zu sein. Darauf kann ich vertrauen, das ist ein ganz wichtiger Filter.

Schritt 2: Meine Angst
Meine Angst war meine finanzielle Angst, dass ich nächste Woche meine Rechnungen nicht zahlen kann.

Schritt 3: Mögliche Lösung
Ich habe mit meiner Seele übers Schreiben kommuniziert. Das was als Lösung gezeigt wurde, hat direkt Schritt vier angetriggert:

Schritt 4: Innere Angst
Meine innere Stimme sagte mir, ich solle darüber schreiben und es als Facebook-Post veröffentlichen. Dadurch wurde meine Angst angetriggert, inkompetent zu sein.

Schritt 5: Inneren Stimme folgen
Ich habe mich dem Wissen hingegeben, dass meine innere Stimme weiß, was gut für mich und andere ist und ich habe es getan. Ich habe den Facebook-Post geschrieben.

Schritt 6: „Erstverschlimmerung“
Schritt 6 folgte auf den Fuß. Ich habe auf Absenden geklickt, den Computer ausgemacht, mein Handy auf lautlos gestellt und war stundenlang nicht erreichbar.

Schritt 7: Die Geschenke
Ich habe ein paar Tage gebraucht, um das ganze Bild zu sehen. Ja, zum einen hat es mir finanzielle Hilfe gebracht. Definitiv konnte ich aufatmen. Das war aber nicht so sehr das wichtige. Die zwei wichtigen Sachen, die passiert sind. Zum einen war ich dadurch, dass ich alles ausgesprochen und öffentlich gemacht habe, sind andere auf mich zugekommen, haben mir gedankt und haben mir auch gesagt. „Genau das Thema habe ich auch. Nicht gerade das Finanzielle, aber das sich zeigen, machen und tun.“ Und ich habe für mich erkannt, dass ich es zum einen vorher als Inkompetenz sah, zum anderen, dass es genau das Gegenteil ist.

Dadurch bin ich sehr, sehr in mir gestärkt und sehr viel bewusster, dass das, was ich tue, richtig ist und gut ist, und das das, was ich gemacht habe, mich so zeigen, wie ich bin, für andere eine Inspiration ist. Ich kann ihnen zeigen: Ich weiß, in welcher Situation Du bist, ich weiß, wie sich das anfühlt, und ich weiß, wie Du da rauskommst. Wenn ich da rauskomme, kommst Du da auch raus. Und dafür bin ich hier. Und so ist diese Angst, die ich hatte, der Weg dadurch war alles andere als schön, aber es hat sich so viel gezeigt, und so viel gereinigt in mir, dass ich sehr dankbar bin dafür.

Das ist das, was Dir durch Deine Angst helfen wird:

Suche immer das, was es Dir bringt, wenn Du Deine Angst überkommst. Schau Dir auch andere Situationen in Deinem Leben an, wo Du Angst hattest und trotzdem etwas gemacht hast. Und schau Dir an, unter welchem Filter Du Dir das Ergebnis bislang angeschaut hast. Vielleicht findest Du ja einen anderen Blickwinkel.

Ich habe einen anderen Blickwinkel auf mich gefunden. Ich bin jetzt sehr viel selbstsicherer, als ich es je war. Und das finde ich total genial und das möchte ich auch für Dich.

Schau dir Deine Angst an, gehe durch die sieben Schritte:

  1. Vorarbeit: Welcher Filter ist aktiv?
  2. Was ist die Angst?
  3. Was ist die mögliche Lösung? Was sagt Deine innere Stimme dazu?
  4. Was ist die Angst, die darunter liegt? Warum geht es wirklich?
  5. Habe den Mut und folge Deiner inneren Stimme.
  6. Das Katergefühl, die Erstverschlimmerung ist nur temporär.
  7. Hast Du das Geschenk gefunden? Was ist der neue Blickwinkel auf Dich?

Ich würde mich freuen, wenn Du mir schreibst, ob und wie Dir dieser Podcast geholfen hat. Und ich freue mich über eine Bewertung, einen Daumen hoch, und wenn Du ihn und mich weiterempfiehlst. Ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag und sei immer Du. Sei es Dir wert.

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