1. Gespräch: Iris Ludolf

In diesem Gespräch mit Barbara Holländer stelle ich mich, meine Arbeit und meinen eigenen Weg zu mir vor. Daruter findest Du das Gespräch in Schriftform.

 

 

Iris Ludolf: Ja, hallöchen! Es ist Donnerstag und heute fangen die „Mein Weg zu mir“-Gespräche an. Heute bin ich dran, weil ich die Erste bin, damit ihr wisst, wer ich bin. Aber damit ich jetzt nicht die ganze Zeit alleine spreche, schalte ich Barbara hinzu, weil im Gespräch ist das alles sehr viel einfacher, als wenn ich Selbstgespräche führe. Selbstgespräche sind zwar manchmal ganz hilfreich, aber nicht immer. Hi Barbara!

Barbara Holländer: Hi!

Iris: Hi! Schön, dass es geklappt hat!

Barbara: Ja, finde ich auch!

Iris: Also es geht wie gesagt, bei dem Projekt darum, wirklich den Weg zu sich selber zu gehen, zu finden, drauf zu hören, wo er langgeht. Seine innere Stimme, die Verbindung wieder aufzunehmen, und das, was uns dabei hilft, das wirklich zu machen. Mein Weg, bewusst angefangen hat er langsam im Jahr 2012. 2014 ist es schneller gegangen, 2015 haben sich die Ereignisse quasi gestapelt. Und ja, jetzt bin ich hier, um darüber zu berichten und vor allem auch die Menschen, die mir dabei geholfen haben, und die Art und Weise, wie sie dabei geholfen haben, möchte ich in diesen Gesprächen vorstellen. Und auch die anderen Menschen, die ich im Laufe der Zeit kennengelernt habe, die mich mit ihrer Arbeit total faszinieren. Und ich sehe, wie sie anderen Menschen geholfen haben und mir geholfen haben. Dem möchte ich eine Plattform bieten. Aber wie gesagt, damit ich nicht mit mir alleine spreche, ist die Barbara auch mit dabei, mit der ich später auch nochmal spreche, da werden die Rollen getauscht sein.

Barbara: So ist es.

Iris: Aber wie gesagt, jetzt bist Du erstmal dran.

Barbara: Erst mal danke schön, dass Du mich gefragt hast, ob ich das erste Interview führen mag. Sehr gerne, dankeschön! Ja, Du hast es ja schon gesagt, das ist ja eigentlich nur der Auftakt für weitere Interviews mit anderen, die sozusagen Dein neues Projekt kennenlernen mögen. Dein neues Projekt, das Du ja eigentlich schon gestartet hast, heißt ja „Mein Weg zu mir“. Was kannst Du denn uns darüber erzählen?

Iris: Ich kann sagen, dass es total intuitiv ist. Die Idee zu dem, wie es momentan ist (was sich immer weiterentwickeln wird, und ich habe keine Ahnung, wie), kam durch eine Intuition auf dem Weihnachtsmarkt im November/Dezember in Bochum. Es gibt ja diese Maya-Freundeskreise aus Ton. Dort war ein Stand davon, mit ganz vielen, mit dreien, mit fünfen, ganz große, die kannst Du mitten ins Wohnzimmer stellen, dann hast Du das Wohnzimmer voll, und da sollte ich eins mitnehmen. Es war ein Kreis mit 12 Figuren. Der nächste Impuls war, dass ich eine Gruppe starten soll. Aber bevor wir total ins Detail gehen … Dadurch habe ich dann eine Gruppe gegründet mit zwölf Frauen, die genauso intuitiv sind, wie ich, denn das Einzige, was ich ihnen sagen konnte, war: Es wird eine Gruppe mit ungefähr 12 Teilnehmern. Es geht darum, wirklich sich selber zu begegnen und in die volle Größe zu kommen, und es wird sehr intuitiv. Und Gott sei Dank kenne ich 12 Frauen, denen es genug war. Teilweise war es sogar so, dass gerade weil es so intuitiv war und ich nicht weiß, wie es wirklich geht, fühlten sie sich dadurch angesprochen.

Wie gesagt, die erste Idee dazu kam Anfang November/Mitte November. Am ersten Januar startete ich dann die Gruppe. Wir sind mittlerweile in der Tat 12. Ich habe eine geheime Facebook-Gruppe gegründet. In dieser Gruppe poste ich jede Woche einen Impuls für die Woche, um zu helfen, den Fokus wirklich auf sich und Gedanken, Gefühle, Worte und die Interaktion mit anderen zu lenken. Am Ende der Woche gibt es dann ein Facebook Live wie dieses, um die Woche zu besprechen. Da habe ich auch gemerkt, wie wunderbar wir zusammen Gespräche führen können, Barbara. 🙂

Dann treffen wir uns auch insgesamt sechs Mal im Jahr live. Die Treffen fangen damit an, dass wir alle zusammenkommen, frühstücken, reden, also total ungezwungen. Es ist wirklich auch dieses Konzept des Brotbrechens. Ich glaube, da ist irgendwas wirklich Tolles dran. Es ist einfach wirklich total schön, so die Gemeinschaft zu beginnen und zu gründen und einfach im Gespräch einander näher zu kommen. Was wir dabei auch gemacht haben, sind Aufstellungen, denn ich bin auch integraler Aufstellungscoach. Wir sehen auf Seelenebene, auf energetischer Ebene, was die Seele noch braucht, um Hindernisse auf dem Weg beiseite zu räumen, Energien zu klären … Was auch immer gerade ansteht.

Barbara: Ja, ich bin ja in der glücklichen Lage, eine der Zwölfen zu sein, und durfte das also schon erleben. Das war sehr spannend. Es war bisher sehr intensiv. Es hat mit Leuten stattgefunden, die ich zum Teil kannte und zum Teil noch nicht kannte. Ganz schnell hat sich das wirklich sehr zusammengetan. Es hat super zusammengepasst und auch das Intuitive … Hut ab, das funktioniert! 🙂 So, nun sind wir die Zwölf und wie geht’s denn dann weiter? Jetzt erzählst Du sicherlich nicht nur über uns Zwölf, damit alle anderen das hören. Du hast ja noch weitere Pläne?“

Iris: Wie geht’s weiter? Hm … das hat nicht so viel mit Plänen zu tun. Sobald ich nämlich anfange, die Impulse. Die ich kriege, so zu sortieren, die Puzzleteile dahin zu legen, wo ich denke sie kommen hin, merke ich: Nein, geht so nicht. 🙂 Ich dachte, den nächsten Schritt mache ich so, dass ich wirklich eine Online-Plattform mache, und wer auch immer dazukommen möchte, kann dazukommen. Dann habe ich gemerkt: Nein, das ist zumindest momentan nicht der Schritt. Und dann kam gerade jetzt erst vor ein paar Tagen der Impuls, dass ich mit der nächsten Zwölfergruppe anfange. Also wirklich klein.

Ihr seid die Ersten, und ich bin Euch so dankbar, und wer wirklich Lust hat mitzumachen, kann sich bei mir melden, also per E-Mail oder WhatsApp oder hier über Facebook oder so. Und dann fängt die nächste Gruppe am 1.4. an. Und das Datum kam mir gestern. Wie gesagt, sehr, sehr intuitiv. 🙂 Und weiter? Da muss man gucken, wie sich das entwickelt.

Was mir ein Herzensanliegen ist, das nicht nur ein paar Ausgewählte dabei sind. Deswegen werde ich auch diese Gespräche führen, mit ganz vielen Menschen und hoffe, dass sie durch diese Gespräche auch schon andere Impulse bekommen, um sich auf ihren eigenen Weg zu machen und für sich geradezustehen. Wirklich ihren Platz auszufüllen. Nicht nur auszufüllen …

Der erste Schritt ist meistens erstmal zu sehen: „Oops! All das gehört zu mir? Das bin ich?“ Weil wir uns bislang häufig nicht in unserer Größ0e gesehen haben. Und wie ihr merkt, bin wirklich sehr erpicht darauf, die richtigen Worte zu finden, denn das ist nämlich auch etwas, was total wichtig ist: groß zu reden oder zumindest so zu reden, dass wir uns nicht einschränken. Dass wir wirklich uns die Tür öffnen auch für Möglichkeiten. Wir müssen uns Dinge nicht vorstellen können, aber uns der Möglichkeit öffnen, ist der erste Schritt. Alles andere fügt sich.

Barbara: Ja, zu uns selbst zu finden. Selbstliebe vielleicht sogar zu finden im besten Fall?

Iris: Definitiv: Aber nicht wirklich mit dem Fokus drauf, weil ich gemerkt habe, dass Selbstliebe so ein Wort ist, wo viele zuerst einmal zurückschrecken.

Barbara: Ach was! 🙂

Iris: Deswegen ist der beste Kompass wirklich die Freude. Was Dir Spaß macht, was Dir das Herz aufgehen lässt, was Dir dieses Grinsen aufs Gesicht gehen lässt, egal was es ist: Mach das! Wir alle kennen Situationen, wo es uns nicht gut geht, wo sich die Gedanken im Kreis drehen. Die werden nicht besser dadurch, dass Du sie immer weiterdenkst. 🙂 Ganz im Gegenteil! Die Furche wird halt immer tiefer. Und je tiefer die Furche, desto schlechter kommst Du raus. Deswegen, wenn Du merkst: Es ist gar nicht so gut, wenn ich diesen Gedanken weiterdenke, hüpf raus und mach irgendwas anderes. Mach irgendwas total Verrücktes, ehrlich, was auch immer es ist. Verrückt sein ist eine geile Idee. 🙂

Barbara: Ja, immer, jederzeit, stimmt! 🙂 Muss man sich einfach mal trauen, und dann geht das.

Iris: Genau! Man kann ja Zuhause mal anfangen, ein Trampolin hinstellen und einfach wie doof auf- und abspringen. Ist ja egal. Oder Du gehst einkaufen und stellst Dich auf den Einkaufswagen. Die Ikea-Wagen sind wunderbar geeignet, diese großen.

Barbara: Du sprichst aus Erfahrung, nehme ich an?

Iris: Ja. 🙂

Barbara: Apropos Erfahrung, das ist doch ein super Stichwort! Wie bist Du denn überhaupt so dahingekommen? Dein Weg zu Dir selber, würde ich jetzt vielleicht mal so ausdrücken wollen.

Iris: Seit 1998 habe ich als Übersetzerin gearbeitet. Videospiele, Computerspiele … Erst als Übersetzerin gearbeitet, dann mit meinem damaligen Ehemann eine Agentur aufgemacht. Wir haben alle möglichen Spiele übersetzt, egal was es war: fürs Handy, für den Computer, was auch immer. 17 Jahre lang und wirklich den ganzen Tag nur gearbeitet: von morgens bis abends. Wir hatten das Glück, dass das Büro unten im Souterrain war. Das hieß: aufstehen, sich um die Hunde kümmern, dann um die Kinder, runtergehen ins Souterrain und dann arbeiten. Ab und zu mal zwischendurch hoch gehen und dann abends hochgehen oder die Nacht durchmachen. Ich habe auch schon öfter mal solange gearbeitet, dass ich einschlief und mit der Stirn auf der Tastatur endete, so dass ich den Abdruck der Tastatur auf der Stirn hatte. Es war … lustig irgendwo.

Barbara: Aber nur irgendwo.

Iris: Damals fand ich es ganz schön lustig. 2012 fing es dann langsam an, dass es nicht reichte. Mir fehlte was. Ich fing langsam an, mich umzuschauen. Ich glaube das Erste, was mir wirklich geholfen hat, war ein Gespräch zwischen Oprah Winfrey und Cheryl Richardson. Allerdings auf Englisch. Ich habe viel auf Englisch gehört, tue ich immer noch. Das Gespräch hat mich wirklich aufgerüttelt. Oprah Winfrey kennen eigentlich die meisten. Es ist ihre Lebensaufgabe, Menschen zu helfen, auf ihren Weg zu kommen. Cheryl Richardson ist eine amerikanische Buchautorin und spricht sehr viel über Self-Care, dass man sich also um sich selber kümmert. Von ihr habe ich sehr, sehr viel gelernt.

Dadurch, dass ich angefangen habe, ganz viele Sachen anzuschauen und anzuhören, bin ich auf ganz viele verschiedene Menschen gekommen, wie Danielle LaPorte, die ich auch sehr, sehr, sehr empfehlen kann, Marie Forleo, Gabrielle Bernstein. Was sie gemeinsam haben, ist, sich liebevoll anzuerkennen und sich als Priorität zu sehen. Nicht nur zu sehen, sondern auch zu fühlen. Über die alle bin ich auch auf Esther Hicks gekommen, die seit 25 oder 30 Jahren Energien channelt, die sich Abraham nennen. Seitdem höre ich die relativ regelmäßig. Vom Gesetz der Anziehung haben bestimmt die meisten schon gehört. Das ist etwas, was wirklich anfangs im Hintergrund gearbeitet hat, mich dann aber mehr und mehr in seinen Bann gezogen.

2013 hat es in mir gearbeitet, bis ich Ende 2013 gedacht habe, das kann nicht alles sein, nur zu arbeiten, die ganze Zeit nur in meinem Büro sitzen und sonst nichts zu machen. Dann bin ich durch einen Artikel auf den – damals hieß er noch – Living Master Club gestoßen. Das fand ich alles total genial. Im Januar fing die erste Jahresgruppe an, für die habe ich mich angemeldet und besuchte die Regionalgruppe in Velbert, die sich einmal im Monat traf. Dadurch, dass da noch andere da waren, wurde noch ein Gang hochgeschaltet. Viele der Menschen, die ich dort in dieser Gruppe getroffen habe, begleiten mich heute immer noch und ohne sie wäre ich nicht, wer ich bin.

Nächste Woche unterhalte ich mich mit Lilia Christina Martiny. Sie leitete die Velberter Gruppe. Nicht nur durch die Gruppe hat sie mich sehr, sehr unterstützt, sondern auch durch ihre Arbeit mit einer Pferdeherde und ein schamanisches Wochenende. Durch diese Arbeit hat sie den Weg dazu geebnet, dass zum Ende dann Barbara Biella, die ich dadurch auch kennengelernt habe, mit ihren Aufstellungen reingreifen und quasi die Tür mit einem Stemmeisen öffnen konnte. Lilia hat quasi die Erde aufgeweicht und den ersten Schritt gemacht und mit dieser Aufstellung kam ich dann weiter hoch. Damit werde ich weiter ins Detail gehen, wenn ich mit den anderen spreche.

Ich hatte mich gefühlsmäßig total verschlossen. Ich hatte funktioniert: Vier Kinder, Firma, Arbeit, Arbeit, Arbeit, funktionieren … Das war alles, was zählte. Nicht bewusst, das war halt so. Durch die Arbeit in dieser Herde kam dann intuitiv die Frage auf, was ich denn wollte. Die Antwort war von ganz tief innen und total bewegend: Liebe. Klar, wir sagen immer, wie wichtig Liebe ist, aber fühlen tun wir es nicht immer.

Wie gesagt, das war der erste Schritt. Lilias schamanische Arbeit mit der Wolfsfrau hat mich auch nochmal auf ganz vielen Ebenen berührt. Es sind so viele Prozesse abgegangen, es war der Hammer.

Nachdem sie wegzog, wechselte ich in die Essener Gruppe zu Barbara. An einem Treffen verteilte sie Rosen mit einem Spruch dran. Auf meinem Zettel stand: „Was war der Schmerz, der Dich am tiefsten geheilt hat?“

Barbara: Ui!

Iris: Ja. Aber zu dem Zeitpunkt wusste ich, ich hab den noch nicht gespürt. Vorher hatte ich in einer Meditation gesehen, was das war. Nein, nicht was das war, sondern ich sah mich quasi total voller Wut und voller Schmerz, aber eher gedeckelt, wie so ein Pfropfen drauf. Als ich den Zettel las, habe ich gedacht. „Da will ich dran, den will ich sehen!“. Ein paar Wochen vorher hatte jemand gesagt: „Wenn Du mal irgendwann einen Coach brauchst, geh zu der und der Frau.“ An dem Abend habe ich ihr eine Mail geschickt und gesagt: „Pass auf, so und so ist es, da ist irgendein Schmerz, den will ich mir ansehen, kannst Du mir helfen?“ Ich klick auf „Senden“, und mit dem Klick ist mir ein Zentner an Gewicht abgefallen. Das hat sich wirklich so angefühlt. Ich war total frei und gut gelaunt. Und seitdem wirklich durchgehend gut gelaunt, so dass Menschen mich ansprachen und fragten: „Was ist denn mit Dir los? Du bist seit Wochen einfach nur gut gelaunt.“ Total geil!

Dadurch, dass ich mich da wirklich bewusst für mich entschieden habe und dafür, zu schauen, was da gesehen werden wollte, das war wichtiger, als wen ich angeschrieben habe. Diese bewusste Entscheidung und das In-die-Tat-gehen, dass ich für mich das gemacht habe, das hat wirklich eine ganze Sturzflut ausgelöst.

Wie gesagt, dann lernte ich Barbara kennen. Sie ist integraler Aufstellungscoach. Ich konnte damals mit Aufstellung nichts anfangen. Irgendwann hatte sie einen Aufstellungsabend gehabt und ich habe mir gedacht. „Ach, weißt Du was, gehst Du mal hin, und guckst es Dir an.“ Ich ging in den Schuhen des Vaters einer der Anwesenden. Der Vater war kein guter Vater, um es sanft auszudrücken. Er selber konnte die Liebe nicht fühlen.

Ich halte mal kurz an. Falls Ihr nicht wisst, was Aufstellungen sind:

Aufstellung ist eine systemische Arbeit. Man arbeitet energetisch. Auf energetischer Ebene schaut man sich Situationen an. Am bekanntesten sind Familienaufstellungen: Man stellt sich hin, wo man meint, dass sein Platz in der Familie sei. Die Aufstellungsart, die ich bei Barbara kennengelernt habe, nennt sich „Walking in your shoes“. Man spürt die Energie desjenigen, für den man läuft. Dazu musst Du den nicht kennen. Am besten kennst Du ihn nicht. Es geht natürlich auch, wenn man ihn kennt.

Du kannst es so vorstellen, wie damals die Frauen vom Amt mit dem Telefon: Du nimmst einen Stecker, steckst ihn rein und bist dann verbunden. So ungefähr könnt Ihr Euch das vorstellen. Das Faszinierende ist wirklich: Man sagt Dinge, die der Andere sagen würde, man tut Dinge, man bewegt sich so. Es hat mich wirklich total fasziniert.

 

Wie gesagt, der gute Mann war total von der Liebe abgeschnitten. Ihm war seine Tochter egal. Barbara sagt immer: „Wenn nichts mehr funktioniert, stell die Liebe rein.“ Also hat sie sich dann reingestellt in die Aufstellung, einfach nur dagestanden als Liebe und ich musste mich dann als der Vater der Liebe nähern.

Barbara: Ging nicht so gut?

Iris: Sie sagt immer, es hätte gefühlte drei Stunden gedauert. Es war ein ganz, ganz langer Raum und ich bin ans hintere Ende des Raumes gegangen. Das ging ja gar nicht, diese Liebe. Ich wollte so weit weg, wie möglich. Irgendwann kann ich dann doch bei ihr an. Total tränenüberströmt. Das hat bei mir persönlich nochmal ganz, ganz, ganz viel gemacht. Da habe ich mich wirklich, wirklich der Liebe geöffnet. Zumindest schon mal ein bisschen.

Barbara: Zumindest schon mal geöffnet, egal wie weit!

Iris: Ich glaube die Tür war mit 50 Vorhängeschlössern und zehn Mauern geschützt. Aber jetzt war sie auf. Danach hat sich so viel für mich geändert. Nur ganz kurz: Ich hab mich verliebt, obwohl, das ist gar nicht der richtige Ausdruck. Auch da wurde die Liebe einfach angeschaltet. Ich habe meinen Vater gefunden, von dem ich dachte, dass er gestorben war, ich hatte ihn 30 Jahre nicht gesehen. Ich habe meine englischen Cousins gefunden. Es war so viel … das waren aber die grundlegenden Dinge.

Es brauchte noch mehr. Mach dieser ersten Aufstellung bin ich öfter zu Barbara zur Aufstellung gegangen. Sie hat wirklich so tolle Methoden. Das mit der Liebe das geht so tief, das sind so viele Schichten und Ebenen an Schmerz und an Sachen, die wir wegstoßen, weil es so wehgetan hat. Einmal hat sie eine Decke genommen, ich sollte mich drauflegen, und alle, die an dem Abend da waren, haben die Decke hochgenommen und mich in Liebe gebadet. Puh. Da ist auch noch mal ganz, ganz viel geflossen, nicht nur Tränen, sondern auch so. Ich bin wirklich aufgeweicht worden. Schritt für Schritt, und es war total genial. Früher, wenn ich weinen musste, bin ich raus. Eine meiner Töchter sagte mal: „Mama, ich habe Dich nur einmal weinen sehen, als Deine Mutter starb.“ Sonst habe ich keine Gefühle gezeigt. Und jetzt … wenn sie da sind, zeige ich sie auch.

Barbara: Es ist auch immer gut, wenn es rauskann.

Iris: Aber hallo! Vor allem habe ich mittlerweile festgestellt, dass Tränen nicht nur ein Zeichen von Trauer und Schmerz sind, sondern auch von unendlicher Liebe. Wie häufig fühle ich mich total verbunden mit irgendwas oder freu mich total, dann kommen mir auch die Tränen. Manchmal muss ich mir echt überlegen: „Was sind das jetzt für welche? Freue ich mich jetzt? Sind es Tränen der Liebe oder was ist es?“ Aber es ist eigentlich egal, solange ich mich nicht schlecht fühle, ist es gut.

Wie gesagt, es war ein intensiver Weg. Schmerz finde ich gut. Nicht des Schmerzes wegen, sondern weil ich weiß, es zeigt sich was, was schwer auf mir und meiner Seele lag, was ich dann loslassen kann. Und das freut mich. Wieder einen großen Stein vom Weg genommen und zur Seite gelegt. Dann kann ich leichter meinen Weg gehen, und das ist so geil. Das war der emotionale Teil daran.

 

Nicht-fühlen-können bedeutet auch, die innere Stimme nicht hören. In dieser ersten Gruppe in Velbert habe ich ein Medium kennengelernt, sie war auch Teil der Gruppe. Ich dachte: Ein Medium? Klingt ja interessant!“ Ich hatte mit ihr aber nicht so viel zu tun. Bis meine Tochter mir eines Tages eine SMS aus der Schule geschickt hat. Sie war damals 17, 18 so um den Dreh rum. Wir wohnten in einem Haus, in das wir 2002 eingezogen waren. Die Kinder sagten damals schon: „Hier spukt’s, wir sehen lauter Gestalten, so graue, weiße, schwarze.“ Damals habe ich gesagt: „Ja, klar!“ Ich habe sie also überhaupt nicht ernst genommen. Damals also, 2014, schickte mir meine Tochter eine SMS und sagte. „Mama, heute Nacht hat irgendwas versucht, mich aus dem Bett zu ziehen.“ Daraufhin rief ich die Dame an und fragte sie, ob sie mal kommen könnte. Und so fing ich an, mit ihr zu arbeiten. Wir haben uns gut ergänzt, denn ich hatte jahrelang am Computer gearbeitet und war technisch versiert, sie war spirituell versiert und so haben wir uns ausgetauscht. Ich habe ihr auf der technischen Seite geholfen, und habe dann dafür bei ihr eine Trance-Medium-Healing-Ausbildung gemacht und war auch bei Zirkel-Treffen dabei: Jede Woche haben sich ein paar Menschen getroffen und energetische Übungen gemacht. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich wirklich die Öffnung hatte, um wahrzunehmen.

Ich war öfter bei Meditationen, und damals bin ich entweder eingeschlafen (wenn irgendjemand dabei geschnarcht hat, konntest Du darauf wetten, dass ich es war) oder ich habe Farben gesehen oder so was. Die anderen erzählten dann alle, was sie alles gesehen hatten. Wo sie waren, und wer mit dabei war. Ich fragte mich, was ich falsch mache.

Ich habe im Laufe der Jahre gemerkt: Je mehr ich den Kontakt zu mir selber, zu meiner inneren Stimme, zu den Energien, was auch immer, herstelle, desto empfänglicher werde ich auch logischerweise. Es hat relativ lang gedauert. Obwohl, das ist wirklich relativ.

Letztes Jahr bin ich umgezogen und habe aussortiert und habe alte Briefe gefunden, die ich meiner Mutter schrieb. Sie waren über 30 Jahre alt. Mittlerweile ist es bei mir so, dass ich wirklich Impulse kriege, da brauche ich nicht meditieren. Andere würden sagen, ich höre Stimmen. 🙂 Es sind aber keine Stimmen, ich „höre“ die Energie und übersetze sie in das, was ich weiß, was zu sagen ist. Ich bin also prinzipiell immer noch Übersetzer. Dann habe ich einen Brief gefunden, den ich vor 30 Jahren meiner Mutter geschrieben hatte. In dem Brief schrieb ich so was wie sie sollte das und das machen, und dann schrieb ich: „Ach ne, warte, ich kriege gerade, das funktioniert sowieso.“ Das hat mir gezeigt, dass ich vor 30 Jahren schon offen war. In den 30 Jahren habe ich das sowas von verdrängt, dass ich sogar vergessen hatte, dass die Verbindung offen war. Dass ich das nicht mehr wusste, hat mich schon überrascht.

Es ist in jedem da. Ich habe in den ganzen Jahren immer wieder kleine Übungen gemacht. Was mir auch sehr geholfen hat: In England gibt es ein College, das Arthur Findlay College, das ist nur da, um mediale Fähigkeiten zu fördern und zu unterstützen. In England sind Medien ja total normal und die Verbindung zu Verstorbenen, die sie dann herstellen, ist auch ganz normal.

In den Weiterbildungen am College habe ich viele Übungen gelernt, um diese Verbindung herzustellen und mir mehr zu vertrauen. Eine meiner Tutorinnen hat uns total gepuscht. In einem Kurs waren wir eine kleine Gruppe von sieben Leuten oder so. Sie hat uns total an unsere Grenzen gebracht, und uns gezeigt, dass es gar nicht unsere Grenzen sind, dass da noch mehr geht. Wir sind dadurch so gewachsen und waren so voller Vertrauen in unsere Fähigkeiten, das war faszinierend. Wenn jemand mal nach England möchte und ans Arthur Findlay College, es ist in der Nähe von Stanstead. Es gibt auch deutsche Wochen, wenn die englische Sprache ein Problem sein sollte. Es finden zwei bis drei Mail im Jahr deutsche Wochen mit Übersetzung statt. Das kann ich nur empfehlen.

 

Was habe ich sonst noch gemacht? Alles, was mich wirklich angesprochen hat. In Dortmund gibt es die Phytaro-Schule, die bieten ganz viele Kurse an, unter anderem in heimischer Ethnomedizin. Da lernst Du wirklich, und was Dich anspricht, kannst Du vertiefen: Handauflegen, Kräuterkunde, Paracelsus, Hildegard von Bingen, Geomantie war dabei. Für mich ganz wichtig: Xenia Fitzner war auch eine der Dozentinnen. Sie arbeitet sehr magisch. Mit ganz viel Magie, und alles was möglich ist. Böten und Besprechen war dabei. Xenia ist Böting-Meisterin. Das Böten ist ja uralt, aber ich habe festgestellt eigentlich nur so hier im deutschsprachigen Raum. Ich habe auch mit anderen Menschen gesprochen, gerade am College, die kennen es gar nicht, zumindest nicht in der Form. Das Bekannte am Böten ist Warzen besprechen. Aber nicht nur Warzen werden besprochen.

Was auch vorgestellt wurde, war Heilen mit Symbolen. Das hat mich vorher schon sehr, sehr interessiert. Die bekannteste Lehrerin ist Roswitha Stark. Sie hat auch im wahrsten Sinne des Wortes die Bücher darüber geschrieben. Sie wohnt und lehrt in Augsburg. Ich habe fast jeden Kurs mitgenommen, den sie zu der Zeit gab. Wie gesagt, Heilen mit Symbolen und der Einhandrute. Das Gute an so einem Tensor, Einhandrute ist: Wenn man noch unsicher in sich selber ist, kann man die Einhandrute nehmen (auch das Pendel, aber die Einhandrute ist genauer), um abzufragen, um Ja-/Nein-Fragen zu stellen und mehr und mehr Vertrauen in sich selber zu finden. Mit der Rute kann man auch auf Seelenebene arbeiten. Das macht die Roswitha auch. Roswitha ist auch total angebunden und bei ihr lernt man so viel mehr als „nur den Stoff“. Das hat mich so fasziniert, dass ich mich von ihr auch zum Trainer habe ausbilden lassen auch Kurse in Heilen mit Symbolen geben kann und teilweise auch tue.

Dann hat Barbara Biella irgendwann gesagt, sie macht eine Aufstellungsausbildung, und ich war die Erste, die sich da angemeldet hat. Ich hatte gesehen, wie sehr Aufstellungen mein Leben verändert haben, und ich weiß, wie wichtig das ist für jeden Einzelnen, so den inneren Frieden zu finden. Deswegen habe ich diese Ausbildung absolviert, und auch noch ein paar andere.

 

All die Sachen habe ich verbunden.

Was auch ganz intuitiv zu mir kam, ist Karten legen. Mich haben Karten immer wieder angesprochen, und so habe ich mittlerweile recht viele unterschiedliche Kartendecks. Irgendwann sind mir dann beim Mischen Karten entgegengefallen, mal drei, mal vier, mal fünf und ich wusste intuitiv: Diese Karten geben mir die Antwort auf die Fragen, die ich gerade hatte. Mittlerweile sind es 30 oder 35 Kartenlegungen, die so zu mir kamen. Die ersten 21 habe ich gerade in einem Buch veröffentlicht.

Barbara: Das wollte ich gerade ansprechen.

Iris: Das war Steilvorlage. 🙂 Soul Readings, Ratgeber für die Seele heißt es. Da sind unter anderem die 21 verschiedenen Kartenlegemethoden mit drin. Ich weiß, dass jeder nur sich selber helfen kann. Und die ganzen Lehrer sind alle toll, aber die ändern in Dir nichts, das kannst Du nur selber machen. Dazu sind Hilfsmittel, wie der Tensor, wie Karten, wie was auch immer, total wichtig. Hilfe zur Selbsthilfe ist mir sehr wichtig, deswegen habe ich auch das Buch rausgebracht, denn jeder kann sich dann intuitiv eine Kartenlegemethode raussuchen, um eine Antwort auf seine Frage zu bekommen. Außerdem habe ich noch was zu altem europäischem indigenen Wissen geschrieben, also zum Beispiel Streichholzritual, wie man Glaubenssätze los wird, die Aura reinigt … Es ist kurz geschrieben und alphabetisch sortiert. Es ist ein Ratgeber und kein Buch, das man von hinten bis vorne durchliest. Irgendwas springt einem dann halt entgegen.

Ich habe das Gefühl ich habe so viel geredet, dass ich erstmal ne Pause mache.

Barbara: Tatsächlich? 🙂 Dann kann ich ja sagen, dass die Werkzeuge ja alle im Grunde dafür gut da sind, um sie zu benutzen, um sie am Ende nicht mehr zu brauchen. So kann man es ja fast zusammenfassen, ne?

Iris: Sehr schön, genau! Das ist mir bei der Einhandrute aufgefallen. Ich weiß, in den ersten Kursen sagten die anderen, die da waren: „Boah, die Roswitha ist ja so toll, die braucht die Rute ja gar nicht mehr!“. Wir grinsten und lachten, und jetzt … Ja, logisch, sie braucht sie nicht mehr. Das ist für uns, nehme ich ganz stark an, sie hat uns ja beigebracht, wie man mit der Rute arbeitet, also muss sie ja auch mit ihr arbeiten.

Barbara: Ja, sonst wäre ja blöd. 🙂

Iris: Ich habe logischerweise auch meine Ruten hier, und ab und zu benutze ich sie auch noch. Hilfsmittel sind immer gut. Immer. Wir kommen immer wieder in Situationen, in denen wir zweifeln, das ist ganz normal. Das Wichtigste ist wirklich, den Frieden in sich zu finden. Mit egal, was ist.

Heute Morgen bin ich wach geworden mit einem Lied, ich weiß gar nicht, ob Du die noch kennst, die Barbapapas?

Barbara: Ja klar Barbapapa, Barbamama, ja!

Iris: Genau! Mit der Melodie bin ich wach geworden. Gerade eine Zeile, die hatte ich nochmal nachgelesen, denn ich konnte mich nicht mehr daran erinnern, das war von wegen, sie können jede Form annehmen, die sie wollen, sie können alles sein, was sie wollen.

Barbara: So genau weiß ich es gar nicht mehr.

Iris: Ich auch nicht, deswegen war heute Morgen Google mein Freund. 🙂 Das ist eigentlich wunderbar für uns, denn wir können auch alles sein, was wir wollen: Wenn wir denken, wir sind klein, sind wir klein. Wenn wir denken, wir können was nicht, können wir was nicht. Wenn wir aber denken: Klar kann ich das, oder „möglicherweise kann ich das“, wirst Du immer größer. Deswegen ist Barbapapa ab sofort das Sinnbild für all die Möglichkeiten in uns.

Barbara: Es geht ja auch darum: Wähle ich Angst oder Liebe oder was ist die Intention hinter meinem Tun, meinem Denken? Darauf basiert ja alles andere dann. Cool. Du hast ja schon einen Weg hinter Dir. 🙂 Und das sind ja nur Stückchen.

Iris: Das war aber ein guter, ehrlich.

Was mir heute Morgen auch noch kam, und ich weiß gar nicht, ob ich das in Worte packen kann. Ich weiß auch gar nicht, wie es kam, aber mit dem Gedanken bin ich wach geworden. Mit dem Lied und dem Gedanken, und deswegen sage ich das jetzt auch. Was ich festgestellt habe, und das sind auch die Lehren von Abraham, und dieses Gesetz der Anziehung: Wo Du Deinen Fokus drauf setzt, das vermehrst Du. Punkt. Egal, was es ist. Es ist einfach so. Es ist wirklich Gesetz der Anziehung. Wenn wir unseren Fokus auf die Sachen lenken, die wir nicht wollen, vermehren wir am Ende genau das.

Dieses „Will ich nicht!“, dieses Abgrenzen-wollen, diese Abneigung … Dadurch dass wir so sind, Sachen gegenüber, die wir nicht wollen, egal ob es jetzt ist in Beziehungen, Finanzen, Job, Wohnsituation, was auch immer ist: Dadurch, dass wir sagen: „Das will ich nicht …“

Barbara: Stecken wir Energie rein.

Iris: Stecken wir Energie rein. Deswegen ist es wirklich eine Übungssache, immer wieder die Gedanken dahin zu lenken, was wir wollen. Klar ist es gut, zu wissen, was wir nicht wollen.

Barbara: Das brauchen wir ja, um zu wissen, was wir wollen.

Iris: Eben! Da sind wir wieder beim Trampolin: draufspringen, um dann in die Richtung zu springen, wo wir hinwollen. Ohne Trampolin kannst Du nicht springen. Kannst Du schon, aber nicht so weit. Aber dazu musst Du erst wieder runterkommen, um abspringen zu können.

Das war zwar eigentlich nicht das, was ich sagen wollte. Was ich sagen wollte: Sei durchlässig. Es ging darum, dass man diese Zeit der Sorgen, bzw. die Sorgen selber einfach durch sich durchziehen lässt, wenn’s geht. Sobald Du Aversionen hast, machst Du wie ein Netz hoch und fängst das auf, was Du eigentlich nicht haben willst. Die Netze runterfahren und durchfließenlassen, dann sind sie auch wieder weg.

Barbara: Mit so was wachst Du morgens auf?

Iris: Ich hatte ja noch ein bisschen Zeit, dass das noch ein bisschen wächst, aber ja. 🙂 Aber nicht immer.

Barbara: Nicht schlecht.

Ja, und wenn dann jetzt die Leute sagen: Das hört sich spannend an, das interessiert mich und das passt für mich, das würde ich gerne machen, die schreiben dann bei Facebook oder Dich per E-Mail an und dann am 1.4. geht’s los. Wie geht es denn dann los am 1.4? Im Internet oder privat, persönlich oder was hast Du vor?

Iris: Gute Frage. 🙂 Am 1.4. geht’s mit dem ersten Impuls in der Facebook-Gruppe los, so wie bei Euch halt auch. Diesen ersten Impuls nehmt ihr dann mit und seht, was er bei Euch im Leben macht. Was er auslöst, wie Du mit Hilfe dieses Impulses Situationen verbessern kannst. Kannst Du Dich noch an den ersten Impuls erinnern?

Barbara: Ui … Wenn es mir nicht gut geht, die Sachen aufzählen, die in meiner Umgebung sind, glaube ich? Ach ne, das mit dem Baum, gell?

Iris: Genau. Also wirklich etwas, was Dir in dieser Woche hilft, Dich zu erden, wie so ein Ankerpunkt. So kam es bei Euch dann auch an, gell?

Barbara: Bei mir war es anders, Du hattest da noch ein anderes Wort, eine Beschreibung dazu gepostet. Der Baum war bei mir gar nicht das Hauptding. Ich hatte ein Wort. Ich weiß es grade nicht mehr.

Iris: Ich kann mich leise erinnern, da war was. Aber das ist halt das Gute: Jeder nimmt aus den Impulsen das, was gerade für ihn oder sie richtig ist. Die Impulse schreibe ich auch intuitiv. Manchmal erhalte ich den Impuls für die nächste Woche in den Gesprächen, die wir führen. Ich plane nichts vor. Sobald ich anfange zu planen, kann ich es haken.

Das ist auch etwas, was diese Gruppe und dieses Projekt ist: Wir sind ja gewohnt, aktionsorientiert zu handeln. Tun, tun, tun, tun, tun. Und zielorientiert. Wenn Du ein Ziel erreichen willst, musst Du diese Aktion tun. Das saß noch nie richtig für mich, fühlte sich nicht richtig an. Logischerweise habe ich es auch gemacht, ich wollte ja „Ergebnisse erzielen“. Zumindest habe ich so gedacht. Aber mittlerweile weiß ich, dass ich weiterkomme und genau das erreiche, was ich erreichen möchte, nicht dadurch, dass ich tu, tu, tu, aus einer Motivation heraus, also wirklich aktionsorientiert, sondern wenn ich mich inspirieren lasse. Wenn ich mich also wirklich so lange entspanne, bis zu dem, was ich machen möchte, ein Impuls kommt.

Barbara: Also erst mal die Kontrolle loslassen, wenn ich mir so vorstelle, was ich machen müsste.

Iris: Ja, ja, ja. 🙂 Das war ein langer Prozess. Nicht sooo lange, kriege ich gerade gesagt. Es war … ein Prozess. Und auch jetzt bin ich … Ich sag nicht, ich bin jetzt Meister, ganz im Gegenteil. Ich lerne gerade selber. Das ganze Projekt ist eine einzige Lernerfahrung für mich auch. Ich glaube die ganzen letzten vier, fünf Monate war wirklich nur lernen, dass ich auf mein Gefühl höre, und das umsetze, was ich da höre, und mir wirklich überlege: „Warum willst Du das jetzt tun? Machst Du das, weil Du Angst hast, dass wenn Du es nicht tust, irgendwas passiert, oder machst Du das, weil Du möchtest, weil Du so einen inneren, freudigen Drang hast es zu tun?“

Barbara: Es ist ja auch, wenn Du Entscheidungen triffst aus Angst, ziehst Du immer nur Angst an, wenn Du Entscheidungen triffst aus Verpflichtung, ziehst Du weitere Verpflichtungen an. Das ist auch bei mir irgendwann mal so gesackt, wo ich mir gesagt hab: Puh! Sollte man bedenken, manchmal. Oder öfter, nicht nur manchmal.

Iris: Das Gute ist: All so Sachen sind so ähnlich wie Muskel: Je öfter Du sie trainierst, je mehr Du sie trainierst, desto normaler wird das für Dich. Ich sitze jetzt nicht vor jeder Entscheidung und überleg: „Warum machst Du das jetzt?“ Mittlerweile folge ich wirklich meinem Impuls und das geht sekundenschnell. Nicht immer. Wie gesagt, Zweifel kenne ich definitiv auch. Und auch Gespräche mit Freunden: „Kannst Du mir mal eben helfen, ich habe keine Klarheit.“ Klarheit … kommt immer öfter. Und das ist total genial.

Das möchte ich auch gerne mitgeben: Sachen, die ihr üben könnt, um die innere Stimme, den Draht, die Verbindung zur inneren Stimme zu üben. Das könnt ihr überall machen, egal wo. Was mir auch sehr geholfen hat:

Wenn ich einkaufen gehe, frage ich meinen Körper/kein System: Was braucht’s denn gerade? Und lass mich dann durch den Laden lenken. Durch die Obst- und Gemüseabteilung und schau dann, ob mich irgendwas anspricht. Ich weiß nicht, ob Ihr das Körperpendel kennt? Das ist eine Ja/Nein-Abfrage. So braucht Ihr nicht mit dem Pendel rumstehen, sieht ein bisschen komisch aus, oder mit der Einhandrute. Du nimmst dann Deinen eigenen Körper, stehst locker da und fragst ihn zum Beispiel: „Soll ich Obst holen?“. Wenn der Körper nach vorne geht, ist es ein Ja, wenn der Körper nach hinten geht, ist es ein Nein. Das sind dann leise Bewegungen. Ich habe es schon ein paar mal erlebt, dass bei einem sehr eindeutigen Ja oder Nein die Bewegung dementsprechend schneller war. Aber es fällt trotzdem nicht auf, nicht wirklich.

Barbara: Du hast also nicht auf dem Boden gelegen? 🙂

Iris: Gott sei Dank nicht! 🙂 Aber das ist wirklich eine wunderbare Übung, die Du immer machen kannst. Nicht nur beim Einkaufen, auch, wenn Du morgens aufstehst: Frage Dein System: „Was soll ich denn anziehen“? Schau mal, ob Du Dich zu irgendeiner Farbe hingezogen fühlst, denn Farben unterstützen uns ja auch energetisch. All das ist wirklich die energetische Verbindung mit Dir selber. Mehr ist es nicht, und das ist wie gesagt Übungssache.

 

Barbara: Ja, super! Und was ich gerade noch eben dachte war: Die Leute, die jetzt nochmal so gucken wollen, wie das so aussehen könnte mit den Impulsen und so. Du hast ja auch diese Berührende-Worte-Seite, wo Du so Wochenlegungen und so machst. Das geht ja ein bisschen in diese Richtung, oder?

 

Iris: Impulse habe ich jetzt auch gemacht für diesen Mein Weg zu mir. Mit diesem Impuls bin ich dann mal wach geworden.

Das ist das Gute: Im Schlaf lässt man alle Kontrolle los. Man öffnet sich wirklich dem Strom und sich selber. Es ist gut, wenn man direkt morgens meditiert, weil da ist noch kein Widerstand und nichts, sondern man ist wirklich noch offen. Und wenn ihr es auch kennt, dass ihr keine Ruhe in Eure Gedanken kriegt: Jeden Morgen 10-15 Minuten meditieren hilft. Auch wenn ihr am Anfang wirklich 15 Minuten da sitzt und Euch überlegt „Was soll das eigentlich?“. Und wenn es am Ende der 15 Minuten 15 oder 30 Sekunden sind, wo Du merkst: „Puh, da war Ruhe.“ Das wird automatisch länger, wenn Du es jeden Tag machst. Dann kriegst Du wirklich Ruhe in Dich rein.

Wie gesagt, ich bin dann eines Morgens wach geworden mit dem Impuls: „Jetzt fängst Du an, Impulse für die Gruppe zu schreiben.“ Irgendwie hatte ich auch den Impuls zu schauen, wie viel Tage es noch sind bis zum 8. März. Denn dass es am 8. März anfängt, wusste ich auch. Allerdings dachte ich, am 8. März fängt direkt die Online-Gruppe an. Noch 10 Tage vorher habe ich mir gedacht: „Wie soll ich das denn machen? Hm, weiß nicht.“ Das ist, wenn ich denke und Ihn nicht lenken lasse. Ich schaute auf den Kalender und sah, dass es noch genau 21 Tage bis zum 8. März waren. Also habe ich ab da jeden Tag einen Impuls für diesen Weg zu mir geschrieben.

Die könnt Ihr nachlesen auf www.saphiris.net, oder auch hier auf Facebook. Ich habe letztes Jahr wirklich jeden Tag ein Wort des Tages geschrieben, dann wurde es jeden Werktag, Ende des Jahres hatte ich dann keinen Impuls mehr, die Energie des Tages in Worte zu packen. Die letzten Impulse waren die für die Raunächte. Jede Raunacht steht ja auch für einen Monat. So haben wir so jetzt für jeden Monat einen Monatsimpuls.

Was mir auch kam, war das Wort des Jahres 2018: Ausdehnen. In sich reindehnen, alles werden, was man ist.

 

Der nächste Impuls waren öffentliche Wochenlegungen. Die Energien der kommenden Woche mit Hilfe von Karten in Worte zu packen. Ich habe für mich immer Legungen gemacht, für meine Woche: Sieben Karten für die sieben Tage. Irgendwann habe ich dann gemerkt: Och, das passt ja wunderbare auf die Gedankenebene, das auf die Herzebene und das auf die Seelenebene.

Eines Tages kreierte ich dann aus meinen Worten des Tages mein eigenes Kartendeck. Daraus ziehe ich jede Woche diese sieben Karten und schreibe die Wochenlegung.

 

Wie gesagt, auf der Saphiris-Seite steht noch mehr zum Projekt. Dort werden nach und nach mehr Informationen veröffentlicht.

Barbara: Super. Das waren ja schon mal sehr, sehr viele Informationen.

Iris: Ja. 🙂

Barbara: Aber man kann ja auch noch nach dem Video, wenn es gleich nicht mehr live ist, noch Kommentare schreiben, Fragen stellen, und Du kannst sie dann noch beantworten, ne?

Iris: Apropos Fragen, guter Stichpunkt, und da sieht man, dass ich doch nicht so entspannt war, wie ich hoffte: Diese Gespräche finden live statt, dass Ihr Fragen stellen könnt. Wenn Ihr jetzt noch Fragen habt, könnt Ihr sie noch stellen. Auch wenn Ihr anschließend noch Fragen habt, schreibt sie einfach als Kommentar hier runter, auch auf meiner Webseite.

Bei den Gesprächen, die ich ab nächste Woche führe, werde ich nicht so viel reden, sondern mein Gegenüber. Stellt dann Fragen! Nächste Woche kommt Lilia, da werde ich mich mit ihr über das, was sie macht unterhalten – immer im Hinblick auf „Mein Weg zu mir“.

Dann folgt Barbara Biella, dann Lamia. Lamia ist total genial, was die alles macht. Wir werden mit Lamia über das innere Kind sprechen. Aber das steht alles auf der Webseite, bevor ich mir noch mehr Fussel an den Mund rede.

Irgendwann im April kommt auch Roswitha Stark. Sie hat sich bereit erklärt, über die Arbeit Heilen mit Symbolen und allem zu reden. Da freue ich mich auch schon sehr drüber.

Barbara: Gibt es noch ein Schlusswort, hast Du noch Fragen? Habe ich noch Fragen? Ist noch etwas offen geblieben? Ich glaube nicht?

Iris: Irgendwas ist noch.

Das ist bei mir halt auch öfter so: Wenn ich das Gefühl habe, irgendwas fehlt noch … Jemand hat ich mal verglichen mit einem Hund, der den Knochen nicht loslässt.

Also irgendwas soll ich noch sagen …

Vertraut Eurem Gefühl. Lasst Euer Gefühl Euer Kompass sein. Es ist ganz egal, was andere Leute von Euch wollen, von Euch erwarten. Es ist sogar egal, was ihr von Euch selber erwartet. Zu einem kleinen Prozentsatz, denn jeder von uns hat noch ganz viel energetischen Ballast, den wir mitschleppen in diesem Leben. Wir sind hier … Okay, das soll ich noch sagen:

Ich sehe das Leben immer dreigeteilt: Wir leben logischerweise im Hier und Jetzt , und das ist das Wichtige, weil wie hier im Jetzt Dinge ändern können, wir können sie klären. Wir bringen all unsere Erfahrungen aus all unseren Leben mit. Alle Erfahrungen: alle guten und alle schlechten. Und in uns drin ist auch alles aus unserem Ahnensystem. Alles Unaufgelöste. Das ist auch, glaube ich, mittlerweile wissenschaftlich bewiesen, dass alles in unserer DNS sitzt. Wenn wir unseren Weg gehen, und zusehen, dass wir uns gut fühlen, lösen wir alte Verstrickungen auf, die ins Ahnensystem gehen oder aus alten Leben kommen. Dadurch kannst Du freier durchatmen.

Wenn Du mal versuchst zu atmen, und Du merkst, der Atem geht nicht bis nach unten, ist das ein untrügliches Zeichen unaufgelöster Traumata.

Als ich 2014 angefangen habe, war eine der Übungen in diesen Zirkel-Treffen tief zu atmen. Bei mir ging der Atem so ungefähr bis kurz über die Brust, tiefer ging nicht. Ich war wirklich sehr gut im flachen Atmen. 🙂

Je mehr Du in Dir selber löst, desto besser kannst Du atmen. Mit tiefem Atmen kannst Du wirklich ganz schnell zur Ruhe kommen.

Barbara: Ich habe da noch die letzten Worte, die dadurch jetzt gekommen sind: Was für mich sehr hilfreich war: Man kann es nie allen recht machen, dann mache es Dir besser selber recht. Da ist ein guter Leitsatz.

Iris: Das ist wirklich das Wichtigste: dass es Dir gut geht. Deswegen musst Du ja auch im Flugzeug immer zuerst Dir die Sauerstoffmaske aufziehen, dann dem Kind. Wenn es Dir nicht gut geht, kannst Du Dich nicht um andere kümmern, Und das ist auch außerhalb von Flugzeugen genau dasselbe.

Barbara: Genau. Ich danke Dir für das Gespräch, es war super.

Iris: Ich danke Dir! Ich danke Euch dafür, dass Ihr zuguckt. Wie gesagt, wenn Ihr Fragen habt, schreibt sie in den Kommentar, oder schreibt mir eine Nachricht. Wenn ihr in der nächsten 12er-Gruppe teilnehmen wollt, schreibt mir. Alles weiter dann per Mail. Ich danke, wünsche Euch einen wunderschönen Tag und jetzt können auch meine roten Bäckchen wieder gehen. 🙂

Barbara: Die stehen Dir aber auch. 🙂 Tschüss!

Iris: Tschüssi!