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Podcast: Entspannt mit dem Rauchen aufhören

Wie ich ohne Verlangen nach einer Zigarette mit dem Rauchen aufhörte, was Ferengi damit zu tun haben, und was Du tun kannst, um auch entspannt zum Nichtraucher zu werden. 

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Ja hallo! Heute geht’s ums Rauchen, vielmehr darum, wie Du ohne Schmacht und ohne Verlangen mit dem Rauchen aufhören kannst. Und ohne das Gefühl, dass Dir irgendwas fehlt.

Ich gebe Dir einen Weg mit, und zwar die Art und Weise, wie ich vor mittlerweile knapp 8 Jahren damit aufgehört habe.

Ich war ein starker Raucher und habe sehr, sehr gerne geraucht. Jeder, der mir ans Herz legte, ich solle doch vielleicht mal mit dem Rauchen aufhören, dem entgegnete ich: „Warum sollte ich? Ich rauche gerne!“ Punkt. Ende der Debatte.

Aber dann hat sich nach und nach und ganz unbewusst mein Blickwinkel aufs Rauchen verändert und damit dann auch mein Verlangen nach dem Rauchen ausgeschlichen. Das fand in einem Zeitraum von ca. einem halben Jahr statt.

Meine Kinder machten den Anfang und zeigten mir einen Aspekt: den finanziellen.

Sie haben mir eine Auflistung gemacht, wie viel Geld ich doch ihnen geben könnte, statt es in Zigaretten zu stecken. Diese Zahlen vor sich zu sehen fand ich sehr augenöffnend.

Das rate ich Dir auch: Schau mal, wie viel Du rauchst, wie viel Geld Du dafür ausgibst pro Monat, und das hochgerechnet pro Jahr. Du kannst Dir auch mal Gedanken machen zu den Zielen, die Du hast. Die Wünsche, die Dur Dir gerne erfüllen möchtest, es aber noch nicht getan hast. Wie viel schneller wärest Du  an dem Ziel, wenn Du das Geld statt in Zigaretten darin investieren würdest? Ganz ohne schlechtes Gewissen! Es geht hier einfach nur um die Information. So dass Du weißt: „Okay, ich stecke XXX € in Zigaretten und Tabak und wenn ich das für mein Ziel einsetzen würde, hätte ich es  in XXX Monaten/Jahren erreicht.“ Einfach nur zur Info und das dann einfach für Dich im Kopf speichern.

Das, was mir am meisten geholfen hat, mit dem Rauchen aufzuhören, weil es mich am meisten gestört hat, war dieser Geruch, der Gestank. Egal, ob es die Haare waren, oder die Kleidung, die ich trug, meine Finger oder der Raum, in dem ich rauchte: alles hat gestunken. Und das hat mir mehr und mehr gestunken und war somit ein sehr hoher Anreiz für mich, damit aufzuhören.

Der letzte Punkt kam aus einer für mich total faszinierenden und überraschenden Ecke:

Früher war ich Übersetzerin, leitete mit meinem Exmann eine Übersetzungsagentur und übersetzten Computerspiele. Wir erhielten den Auftrag, ein Spiel zur Fernsehserie Deep Space 9 von Star Trek zu  übersetzen. Also schaute ich mir vorab die Serie an. Es war eine sehr kurzweilige, unterhaltsame Serie. In einer Folge haben zwei Ferengi mit ihrem Raumschiff Schiffbruch erlitten und landeten in den USA der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Sie wurden gefangengenommen und untersucht. Die ganzen Wissenschaftler standen immer rauchend um sie herum. Der ganze Raum war verraucht. Bei den zwei Ferengi handelte es sich um Neffe und Onkel. Der Neffe fragte seinen Onkel: „Du sag mal, was machen die da denn eigentlich und warum?“ Der Onkel sagte darauf:

„Weißt Du, die Menschheit ist die einzige Spezies, die auch noch Geld dafür bezahlt, sich selber zu vergiften.“

Der Satz hatte sich mir ins Gehirn gebrannt. Das war ein Blickwinkel, den ich vorher noch gar nicht eingenommen hatte und ich fand ihn sehr interessant.

Das hatte mich noch nicht dazu gebracht, mit dem Rauchen aufzuhören. Wie gesagt war das ein Prozess, der ungefähr ein halbes Jahr dauerte, an dessen Ende ich dann aber von mir aus zu dem Entschluss kam aufzuhören. Eines Tages nahm ich ein Päckchen Zigaretten in die Hand und wusste: „Okay, das ist das letzte Päckchen, das ich rauchen werde. Ich rauche die letzten noch und dann ist Schluss.“ In dem Päckchen waren vielleicht noch vier oder fünf Zigaretten. Die rauchte ich, danach habe ich aufgehört.

Ich hatte keinerlei Verlangen mehr nach Zigaretten, überhaupt nicht. Das einzige, was ich sehr faszinierend fand war, als ich am nächsten Tag an den Rechner gesetzt hatte, und rein aus Reflex mit der einen Hand nach den Zigaretten und mit der anderen Hand nach dem Feuerzeug gegriffen hatte. Zumindest griff ich dahin, wo früher Zigaretten und Feuerzeug lagen. 🙂 Ich musste breit grinsen. Es war einfach nur der Reflex. Ich hatte immer noch kein Verlangen, und habe es bis heute nicht. Aufgehört habe ich im November 2011.

Wenn Du das Gefühl hast, dass diese Methode für Dich interessant ist, gebe ich Dir hier eine kleine Zusammenfassung:

1. Zuallererst ist es wichtig für Dich zu entscheiden, bzw. in Dich reinzuspüren: Bist Du bereit, mit dem Rauchen aufzuhören oder rauchst Du noch gerne? Wenn Du gerne rauchst und trotzdem aufhörst, tust Du Dir Zwang an, und das ist kontraproduktiv.

2. Mache Dir klar, was Dich am Rauchen stört. Bei mir war es das Geld, das ich in die Zigaretten investierte, das hat mich gestört, der Gestank hat mich gestört, und der Umstand, dass ich selber Geld dafür bezahle, mich selber zu vergiften. All das, mit großem Fokus auf den Gestank, hat mich gestört.

3. Frage Dich: „Was will ich stattdessen?“ Das, was mir wichtiger war als alles andere, war geruchsfrei zu leben. Das war mein Nonplusultra. Danach der Punkt, das Geld für mich auszugeben und nicht gegen mich.

Also:

Punkt 1: Bist Du bereit?

Punkt 2: Was ist es, was Dich am Rauchen stört?

Punkt 3: Überlege Dir: Was willst Du stattdessen? Richte darauf immer wieder Deinen Fokus. Das kannst Du machen, wie es sich für Dich richtig anfühlt: einfach immer wieder darüber nachdenken, oder Du kannst  Dir Zettelchen machen und draufschreiben, was Du möchtest. Mach es so, dass Du Dir selber keinen Druck machst. Wirklich ganz, ganz natürlich, ganz entspannt.

Viel Erfolg und berichte mir davon, wie es gelaufen ist!

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